Eva Schweitzer oder der Elefant im Porzelanladen
An und für sich nichts besonderes: wieder mal eine Abmahnung von jemandem, der den Streisand Effekt nicht kennt. Wieder trifft es einen kleinen Blog, wieder eine Welle der Empörung. Was diesen Fall interessant macht, ist die arrogante, selbstdarstellerische Sturköpfigkeit der abmahnende Journalistin.
Der Fall nomnomnom:
In dem Artikel „Obama of Nine“ zitiert der Blogger Philipp einen Artikel von Eva Schweitzer und verlinkt ihn, macht also kostenlose Werbung. Jetzt hat die „Journalistin“ eine Firma mit Plagiatssuche beauftragt und alle gefunden Webseiten ohne genauere Prüfung mit einer saftigen Summe abgemahnt. Um nomnomnom zu helfen berichtete Spreeblick über den Fall (wie man weiss ist Publicity die einzige Chance, die wir im aktuellen Rechtssystem haben). Darauf wiederrum reagierte besagte Autorin mit einer unglaublich belehrenden und arroganten Antwort, die samt Kommentar von Johnny Haeusler wiederum auf Spreeblick nachzulesen ist.
Daraufhin fühlte sich Frau Schweitzer erst richtig wichtig und antwortete mit zickigen Beschimfpungen der Blogsphäre: „eine Horde wutschnaubender Möchtegernpiraten [...] die ihre Nächte im Schlafanzug vom dem Computer verbringen“.
Also nochmal zum langsam Mitmeisseln:
Eine angebliche Journalistin, die im TAZ-Blog vor allem über Katzen schreibt (die echten Thema wie Welthunger, Frieden & Krieg und menschliche Entwicklung sind ihr wohl zu schwierig), kennt das deutsche Zitatrecht nicht und mahnt jemanden dafür ab, dass er kostenlose Werbung für sie macht. Nachdem man sie darauf hinweist, wie unschön dieses Verhalten ist, fängt sie an um sich zu schlagen und Beleidigungen zu werfen. Dabei bei verwendet sie eine vor Verachtung trotzende Sprache („vom Haken lassen“), was grade bei einer Profitexterin von extremen Feingefühl mit ihrem Arbeitsmaterial zeugt. Außerdem stellt sie absurde Gegenforderungen auf.
Es wäre eine große Geste und würde von einem starken Charakter zeugen, einen Fehler einfach offen zuzugeben, sich die Hände zu geben und die Sache zu begraben. Stattdessen hat sie sich entschlossen nachhaltig ihren Ruf und evtl. ihre gesamte Karriere zu gefährden um ihr kleingeistiges Weltbild durchzusetzen. Ich persönlich wünsche ihr, dass sie damit ordentlich auf die Nase fällt.
Bis jetzt ist sie sich offensichtlich noch nicht ganz bewusst, was sie da losgetreten hat. Aber schon jetzt zeigt Google ihr wahres Gesicht an erster Stelle und das Internet vergisst nie.
Interessante Kommentare in anderen Blogs:
- Die urheberrechtliche Abmahnung: Ein neues Geschäftsmodell
- Eva Schweitzer und die Hodenlosigkeit deutscher Blogger
- Malte Welding schreibt einen Metatext und geht damit als einziger wirklich kreativ mit der Sache um - Sturm im Wasserglas: Eva gegen Johnny und Philipp
- Nicht arbeiten – abmahnen!
- Die Tücken des Abmahnwesens
- Warum mich Frau Dr. Eva Schweitzer sprach- und fassungslos macht bei fixmbr
- Eva Schweitzer vs. Blogger im Streifzug Blog auf Freitag.de
Wikipedia Löschdiskussionen
onli blogging schlägt ein paar Änderungen bei Wikipedia vor, unter anderm:
„Löschungen von Artikeln dürfte generell nur noch bei Spamangriffen erfolgen, dann durch die Moderatoren. Das bisherige System von Antrag, Pseudodiskussion und irrelevanter Abstimmung müsste restlos entfallen.“
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich habe eine Weile lang versucht möglichst viele Löschungen bei Wikipedia zu verhindern und hatte in 66% der Fällen Erfolg. D.h. Artikel die laut Diskussion und Abstimmung als Löschwürdig eingestuft wurden konnten nicht gelöscht werden, weil ich mit Quellenrecherche ganz klar die Erfüllung der Relevanzkritierien beweisen konnte.
Im Gegenzug habe ich, nachdem ich mit bestimmten Löschungen nicht einverstanden war, eine ganze Reihe ähnliche Artikel, die ganz offensichtlich relevant waren, löschen lassen. Auch damit bin ich problemlos durchgekommen.
Das Problem liegt ganz klar am System: Wer beteiligt sich schon täglich an langweiligen Löschdiskussionen? In der Praxis fast nur Leute, die gerne möglichst viel löschen wollen, oder zu dumm sind, selber Artikel zu schreiben.
Also, lösch auch du, wenn die Artikelzahl rasant sinkt wird es endlich auffallen.
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Turing Maschinen sind voll schwul
Wie die meisten wohl schon wissen, war Alan Turing homosexuell. Weil er wegen seiner homosexualität verfolgt wurde, gab es eine Petition um die britische Regierung zu einer Entschuldigung zu zwingen.
Und erfreulicherweise hatte die Petition erfolg und die Regierung hat sich wirklich entschuldigt.
Hoffen wir, dass wir uns nicht in Zukunft bei den heutigen Genies entschuldigen müssen für alle die Diskremenierung und Gängelung die es immer noch überall in unserer Gesellschaft gibt. Vielleicht ist der nächste Turing ja Moslem? Oder linker Anarchist? Oder Hartz IV Empfänger?
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Heiku Linkbait
Heiku-Sport startet ein Gewinnspiel-Linkbait-Dings: Wer einen Link auf ihre Seite setzt und bescheid sagt, kann etwas gewinnen. Naja, nicht grade die einfallsreichste Aktion, aber mal sehen was es bringt.
Da meine ganze Dartausrüstung von denen ist und ich total scharf auf den zweiten Preis bin (*sabber*, das Ding wollte ich schon immer haben!) und ich den Shop wirklich gut finde (sowohl online als auch Ladengeschäft), gebe ich dann auch gerne Links.
Mein Lieblingsprodukt ist etwas ganz einfaches: Dart Flight Nylon Pear – ein einfacher abgerundeter schlicht schwarzer Nylon Flight für nur 90 Cent. Ich habe echt nach schlichten Flights gesucht (wer will schon Totenköpfe oder Deutschlandflaggen?) und diese fliegen super und halten bei mir schon locker ein Jahr.
Wie gesagt, ich finde den Shop super, nutze aber die Gelegenheit auch gleich um Kritik loszuwerden:
- Die Versandkosten sind bei kleinen Bestellungen viel zu hoch. Wenn ich nur ein paar Spitzen und Flights nachbestellen will (weil die immer kaputt gehen), muss ich 6,90€ Versand latzen. Das ist doof, vor allem, weil die auch in einen Großbrief für 1,40€ passen würden. Der Shop richtet sich eben eher an Profis (Spielhallen und so)
- Der Online-Shop sortiert alles nach undurchsichtigen Kategorien. Bei den Flights bin ich dadurch nur am Suchen. Richtige Filter wären hier was feines: „Zeige nur einfarbige Flights unter 2€“.
So, genug Links gesetzt und Keywords gestreut, Google sollte glücklich sein, jetzt freu ich mich auf den Gewinn :-P
Und falls ich mal im Lotto Gewinne bekommen die Jungs bei Heiku echt was zu tun: Dann stell ich mir da den ultimative Billard-Raum zusammen.
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neue SEO Methode
Meine besonderen Freunde bei Seo-United haben mal wieder einen bahnbrechenden Durchbruch im modernen SEO erzielt. Sie nennen es dann auch gleich das SEO paradox(!)
Das könnte wirklich alles umkrempeln, was wie bis jetzt über SEO wissen. Haltet euch fest was die machen wollen:
A/B Tests.
Ok, das war jetzt vielleicht etwas zu kurz, also noch mal ausführlicher: Sie wollen verschiedene Varianten testen, und die die dann besser bei Google rankt beibehalten. Schliesslich kennt man ja nicht den Algorithmus der Suchmaschinen, wie sie meinen [sic!].
Dann wünschen wir ihnen doch mal viel Erfolg und hoffen auf eine schöne Statistik. Aber eine Frage habe ich noch an den Gretus: Findest du dieses Vorgehen nicht zu wissenschaftlich? Ist sowas nicht im SEO Bereich vollkommen unangebracht?
Eine weitere SEO Satire findet ihr hier: SEO Statistik: Mediawiki Software weit vorne
Kopiermaschinen
Unsere Netze sind Kopiermaschinen. Wir sagen wir ’senden eine Nachricht’, aber das Wort ist falsch. ‘Senden’ impliziert, daß die Nachricht sich bewegt und für den „Ab“-Sender nicht mehr da ist. Das ist in der realen Welt so, aber nicht im Netz: Wir kopieren eine Nachricht an die Empfänger.
Das Wesen aller IT ist die Kopie.
[...]
Computer sind Kopiermaschinen. Das Netz macht aus allen Computern auf der Welt eine einzige Kopiermaschine. Und die Generation Rupert Scholz glaubt, daß sie noch politischen Gestaltungsspielraum hat.
Hier ist die Wahl. Sie ist die einzige Wahl. Sie ist digital, wie das Medium, das die Wahl erzwingt:
1. Kopieren hinnehmen.
2. jede Kommunikation von Jedermann mit jedem anderen immer auf ihre Legalität hin untersuchen und filtern.Wenn Fall 2 nicht stattfindet, bildet sich sofort ein Overlay-Netzwerk und Fall 1 tritt ein.
Jede der beiden Entscheidungen verändert unsere Lebensart.
Ja, ich habe auch keine Lösung. Ich kann nur garantieren, daß dies die Wahl ist, und daß sie unausweichlich ist. Und meine Präferenz ist auch klar. Sie hängt damit zusammen wie ich lebe.
*Zustimm*
Vollständiger Originalartikel unter: Falscher Planet, falsches Jahrtausend
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Gutes Produktdesign
…gezeigt an so etwas simplen wie einem Stromstecker:
Vor allem den Multi-Stecker am Ende inkl. USB-Ports finde ich einfach genial (pun intended).
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Informationsarchitekur vs PageRank sculpting
Was erzählt uns hier Matt Cutts schönes zum Thema PageRank sculpting?
So this is more likely to be a page you want to link to from your home page. So when people talk about PageRank sculpting, they tend to think nofollow and all that sort of stuff, but in some sense, the ways that you choose to create your site, your site architecture and how you link between your pages is a type of PageRank sculpting.
An der Stelle sei noch einmal verwiesen auf http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsarchitektur.
Also kurz an alle „SEOs“, die immer noch denken Tricks wie nofollow würden sie auf Platz 1 katapultieren: „You are doing it wrong!“. Eine vernünftig durchdachte Seite, eine gute Seitenstruktur, eine vernünftige Navigation, all diese Dinge bringen 100 mal mehr, sowohl für Google als auch für den User. Hört auf zu tricksen und macht vernünftige Arbeit, dann kommt der Rest von ganz alleine.
Nachtrag: Der Seouxindianer hat jetzt doch noch eine genial einfache aber funktionierende Lösung zum PageRank-sculpting gefunden: einfach nicht verlinken!
Zwei allumfassende Regeln für SEO / WO
1. Mache nur, was du auch selber wollen würdest.
Ja ich weiss, das ist irgendwie zu einfach. Ein neuer Aufguss des kategorischen Imperativs. Dummerweise funktioniert es aber in jeder Hinsicht. Dieses Verhalten wird von Google gewünscht und belohnt. Es wird vom User gewünscht und belohnt. Und es wird von allen Partnern gewünscht und belohnt.
Einfaches Beispiel: Schreibe Kommentare in Blogs über die du dich in deinem Blog freuen würdest. Das können gerne auch kontroverse Anregungen sein, aber eben mit Inhalt und sachlich. Der Blogger wird sich freuen und auf dauer vielleicht sogar mal freiwillig auf dich verlinken.
Gleiches gilt für Linkanfragen, Geschäftskontakte allgemein usw. und so fort.
2. Behandle jede Seite wie ein Kind von dir
Würdest du deinem Kind den Arm eingipsen und verstümmeln, damit seine Beine einen millimeter länger werden? Wieso machst du dann PageRank sculpting bei deinen Webseiten?
Würdest du dein Kind mit bescheuerten wiederkehrenden Werbesprüchen durch die Stadt schicken?
Gut die analogie ist schwach, was ich eigentlich meine ist das Vater-Gefühl zur Webseite. Jeden Tag das Gefühl zu haben, das Beste für die Seite zu machen. Immer alles in Ordnung halten zu wollen. Sich um jedes Detail kümmern. Und dann stolz auf das Ergebnis sein.
Ich kann nicht stolz sein auf Seiten mit beschissenem spammigen Massencontent. Glücklicherweise sind solche Seiten auch nicht langfristig erfolgreich.
Man sieht Seiten sehr schnell an, ob sie einen Vater haben, oder ob sie verlottern, hinter den Ohren nicht gewaschen sind und die Klammotten auch schon in der dritten Generation auftragen müssen. Dieser Eindruck stellt sich oft in den ersten 10 Sekunden ein, und genau so lange bleiben User, Kunden und Geschäftspartner auf so einer Seite, bevor sie für immer verschwinden.
Im Endeffekt ist es so einfach. Man lächelt nur noch über kurzfristige SEO-Tricks und hält seine Seiten einfach technisch und inhaltlich in Ordnung. Die Links kommen von ganz allein. Und Projekte werden langfristig erfolgreich und geben einem einfach ein gutes Gefühl im Bauch.
Bist du auf das schnelle Geld aus und machst nur reine affiliate Spam Seiten? Dann sind diese Tips natürlich nichts für dich. Wir sprechen uns in 20 Jahren noch mal, wenn du ausgebrannt bist, während meine Seiten gleichmässig wachsen.

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